3D-Druck

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit 3D-Druck. Insbesondere verbringe ich meine Zeit mit dem Erstellen eigener Designs in Autodesk Fusion 360 und dem Druck mit dem Anycubic i3 Mega. Daher hier einige meiner coolsten Designs. Einige hiervon sind ebenfalls auf Thingiverse zu finden.

Themenbezogene Artikel

Ausgewählte Designs

Diese steckbaren Boxen entstanden ursprünglich als Sortierhilfe für ein Badregal, daher ihre rechteckige Form. Später wurde das Set um verschiedene Varianten erweitert, um auch auf dem Schreibtisch nützlich zu sein. Neben den flachen und hohen Standardboxen gibt es nun auch große Aufbewahrungsboxen sowie eine Sortierbox für Notizzettel und Stifte mit einem zusätzlichen magnetischen Fach für Büroklammern.

Die Aufgabe im Modul „Internet of Things“ bestand darin, mehrere Sensoren an einen Mikrocontroller anzuschließen, Sensordaten zu erfassen und auszuwerten. So entstand die Idee eines Pflanzenbewässerungssystems. Gesagt, getan: Water Level Sensor, Soil Humidity Sensor, Light Sensor und Wasserpumpe wurden angeschlossen. Es fehlte nur noch ein entsprechend cooler 3D-Druck, um einen Prototyp zu bauen.

Auf jeden Fall würden wir einen Wasserbehälter und einen Blumentopf benötigen – so viel stand schon mal fest. Ebenso klar war, dass wir die arme Pflanze (in unserem Fall auch noch ein Kaktus) höchstwahrscheinlich mindestens zu Beginn des Projekts mit Wasser überfluten würden. Ganz einfach, weil wir die Einschaltdauer und die Durchflussrate der Wasserpumpe experimentell ermitteln mussten. Auf dieser Grundlage entstand das obige Design.

Der Blumentopf (im Bild der Behälter oben rechts) ist mit einem Überlaufschutz ausgestattet, der im Grunde eine ringsumlaufende Regenrinne mit Fallrohr ist. Ein weiteres Loch in der Innenwand des Blumentopfs ermöglicht durch die leichte Bodenschräge das Ablaufen von durchgesickertem Wasser. Durch die erhöhte Position des Blumentopfs versetzt zum Wasserbehälter (im Bild der Behälter unten links) kann überlaufendes bzw. durchgesickertes Wasser direkt zurück in den Wasserbehälter ablaufen. Der Wasserbehälter ist zudem mit einer Halterung für den Water Level Sensor ausgestattet, sodass dieser senkrecht im Wasser steht und nicht untergeht. Die erhöhte Position des Blumentopfs bietet Stauraum für Elektronik (im Bild der Behälter unten rechts) darunter. Dieser ist mit einer Aussparung für die Kabelführung nach außen sowie einem Versatz für den sauberen Sitz des Blumentopfs versehen.

Mithilfe der originalen Baupläne entstand ein maßstabsgetreues Miniaturmodell der Sternwarte Höfingen mit abnehmbarem Dach. Durch die letzte Erweiterung ist das Modell zudem mit einer drehbaren Kuppel ausgestattet. Dabei werden Kuppel und Dach als eine Einheit gedruckt, sodass beide Teile auf dem Druckbett aufliegen. Die kurvige Form des Absatzes der Kuppel und die gegenteilige Form des Daches ermöglichen einerseits das Drehen der Kuppel, verhindern aber andererseits, dass sich die Kuppel abnehmen lässt oder zu sehr wackelt.

Eine Version des Modells mit leicht geöffnetem Kuppelspalt dient in der Sternwarte als Spendenkasse.

Die Achsenabdeckungen (Deklinationsachse und Reklinationsachse) des Sideres 85 Teleskops im Kuppelraum der Sternwarte Höfingen mussten aufgrund ihres Alters ausgetauscht werden. Anstatt teure Ersatzteile in Auftrag zu geben, können diese nach genauer Messung und mit etwas Kreativität auch 3D-gedruckt werden.

Aufgrund der begrenzten Größe des Bauraums im 3D-Drucker mussten die Modelle jeweils in vier große Einzelteile aufgeteilt werden. Diese wurden separat gedruckt und anschließend miteinander verklebt. Die Schwalbenschwänze maximieren hierbei die Klebekante und sorgen für mehr Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Während die Abdeckung für die Deklinationsachse nach dem Kleben einteilig ist, besteht die Abdeckung der Rektaszensionsachse aus zwei Teilen. Eine Konstruktion, die ähnlich wie Schnapphaken funktioniert (im Bild ansatzweise durch die kreisförmige Fläche an der Seite zu sehen), ermöglicht das Abnehmen der Abdeckung in zwei Hälften. Dabei wird die Abdeckung durch eingebaute Schienen auf der Achsenmontierung in Führung gehalten.

Ein ausführlicher Artikel zum Entstehungsprozess findet sich auf der Webseite der Sternwarte Höfingen.

Ein eher ungewöhnliches Modell, mechanisch allerdings ein total cooles Konzept. Die Dose wird in einem Stück gedruckt, inklusive Scharnier – und das ganz ohne Stützstruktur. Dafür wird das Modell, wie im Bild angedeutet, um 90 Grad geöffnet und auf einer der Seiten auf dem Druckbett platziert, sodass das Scharnier senkrecht gedruckt werden kann. Durch die organische Form der Dose kann komplett auf eine Stützstruktur verzichtet werden. Zugegebenermaßen waren einige Testdrucke nötig, bis die Abstände des Scharniers stimmten und es sauber lief, ohne zu wackeln oder festzuschmelzen und beim erstmaligen Schließen zu brechen. Da war der Schnappverschluss weniger das Problem ;). Natürlich wird hier der Ehrgeiz geweckt, es doch noch irgendwie hinzubekommen, weil das schon echt cool wäre. Beim ersten Öffnen und Schließen ist trotzdem Vorsicht geboten.

Diese Murmelbahn ist perfekt für Erwachsene mit unorganisiertem Büro: Einfach die Batterien oben auflegen und herunterrollen lassen. Unten gibt es automatisch Nachschub, sobald man sie herausholt. Wenn man die Halterungen jetzt noch in verschiedenen Farben druckt, kann direkt zwischen leeren und vollen Akkus und Batterien unterschieden werden. Selbstverständlich gibt es das Design für AA- und AAA-Batterien.

Nachdem die alten Futterspender für unsere Wellensittiche irgendwann gebrochen waren, wurde es Zeit für ein neues Design. Dieser Futterspender wird von außen an den Vogelkäfig angeklemmt, hierfür ist eine Aussparung im Gitter vorgesehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Futterspendern kann dieser ohne Abbau befüllt werden. Durch eine Schräge im Inneren rutschen neue Körner nach – vorausgesetzt, die Vögel verstopfen nicht alles, indem sie die Schalen einfach in den Napf fallen lassen. Optional wird der Spender mit Sitzstange und/oder Deckel für außen geliefert, damit die Vögel nicht von außen picken und die Schalen von oben nachrutschen.

Zu Weihnachten wird der alte Lego-Zug vom Dachboden geholt, doch leider sind einige Kopplungen gebrochen und andere verloren gegangen. Zeit für einen Ersatz! Zusammengebaut wird das ganze mit einem dünnen Draht (zur Not einer Büroklammer), einem kleinen Magneten und etwas Sekundenkleber.

Außerdem werden die Schienen mit der Zeit porös und sowieso macht eine tollere, längere Strecke mit mehr Schienen mehr Spaß.

Ein verspieltes Zug-Design mit Waggon als Stiftehalter für den Schreibtisch, der durch das Anhängen weiterer neuer Waggons erweitert werden kann.

Nubert-Lautsprecherboxen werden ohne Wandhalterung geliefert. Diese müssen teuer zugekauft werden – es sei denn, man besitzt einen 3D-Drucker. So ist dieses schlichte, leichte Modell mit erleichterter Kabelführung und drehbarem Aufsatz als Wandmontierung entstanden.

Diese moderne und leichte Halterung ist für die runde Küchenwaage sowie zwei Scheeren konzipiert. Durch die großflächigen Aussparungen entsteht ein organisches Design und ein filamentsparendes Modell.

Die Mini-Farbpalette ist zum Aufstecken auf den Daumen gedacht und bietet zusammen mit der Gummibandhalterung für den Pinsel mehr Flexibilität beim Malen.

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